Folge 19 - Wenn Gedanken um diese eine Person kreisen

Shownotes

Wenn Gedanken kreisen und das Nervensystem nicht zur Ruhe kommt, ist selten die aktuelle Person der eigentliche Auslöser. In dieser Folge spreche ich darüber, warum Bindung nicht automatisch Beziehung bedeutet – und warum Bindungsmuster so oft durch Unerreichbarkeit statt durch Nähe aktiviert werden.

Wir gehen der Frage nach, was das System wirklich sucht, wenn es emotional „jagt“, obwohl faktisch kein Kontakt oder keine Beziehung besteht. Und wir beleuchten, welche Rolle frühe Bindungserfahrungen, Biographie und somatische Prägungen dabei spielen.

Inhalte dieser Episode: • Was Bindungssysteme von realen Beziehungen unterscheidet • Warum biografische Muster stärker wirken als aktuelle Fakten • Welche Neurochemie hinter „mentalem Kreisen“ steckt • Wie Bindungsfixierung und Idealisierung entstehen • Reflexionsfragen zur Selbstklärung • Hypnosystemische Perspektiven zur Integration

Diese Folge richtet sich an Menschen, die sich selbst verstehen möchten – und an alle, die schon einmal gespürt haben, wie stark innere Suchprozesse werden können, wenn jemand emotional oder real nicht erreichbar ist.

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🎧 Viel Spass beim Inspirieren lassen und Reflektieren. 🎈

Bis in 4 Wochen, wenn es wieder heisst: "Potential unleashed - Warum es die kleinen Schritte so in sich haben".

Ich freu mich auf dich!

Deine Regina

Transkript anzeigen

00:00:02: Potential Unleashed, warum es die kleinen Schritte so in sich haben.

00:00:07: In diesem Podcast zur Selbsthilfe spricht Regina Reithinger langjährige hypnosystemische Business Coach, Profilerin und Traumatherapeuten über Erfahrungen aus ihrer täglichen Praxis mit Hührungskräften und Menschen, die sich selbst und das Leben tiefer verstehen möchten.

00:00:23: Selbstwirksamkeit und Gelassenheit inmitten eines stressigen Alltags.

00:00:27: Ein Spagat, der keiner mehr ist, wenn man sich auf die kleinen Schritte versteht.

00:00:32: Wenn du also Lust hast zu verstehen, wie du komplexen Themen mit einer gewissen Leichtigkeit begegnen kannst, dann hör gleich rein und lass dich ein Stück begleiten.

00:01:06: nur noch um eine Person drehen.

00:01:08: Und das kann alles Mögliche sein.

00:01:10: Das kann der Chef sein, die Chefin.

00:01:13: Das kann eine Person sein, die man gerade kennengelernt hat oder mit der es irgendwie schwierig ist, eine Freundin, ein Freund.

00:01:23: Ja, und dieses ständige Gedankenkreisen kann schon fast obsessiv werden.

00:01:29: Und das sehr häufig sogar oder gerade deswegen, weil kein oder sehr wenig Kontakt besteht.

00:01:38: Also sogar wirklich teilweise gar keiner.

00:01:42: und gerade daraus entsteht, wie so ein emotionaler Sog, der die Gedanken an diese Person, an ihr Verhalten und so weiter enorm bindet.

00:01:57: Also wenn Gedanken kreisen, dann bedeutet das nicht, dass wir in diese Person extrem verliebt sind oder uns diese Person extrem wichtig ist.

00:02:12: Nein, es hat einfach nur im Bindungsmuster in uns aktiviert.

00:02:18: Um Bindung muss nicht gleich Beziehung sein.

00:02:21: Wir benutzen das Wort Beziehung recht inflationär und vor ein paar Tagen hatte ich eben in Vorbereitung auf diesen Podcast ein Gespräch mit Dr.

00:02:34: Prain, mein virtuellen Gesprächspartner.

00:02:38: Und ja, eigentlich war es eben so ein kurzes Vorgespräch dazu.

00:02:42: Und er hat mir ein paar Fragen gestellt, die hängen geblieben sind.

00:02:46: Und eine davon war, ist es eigentlich schon Beziehung, wenn wir über jemanden nachdenken?

00:02:55: Vielleicht sogar über jemanden nachdenken, den wir kaum kennen?

00:02:59: Oder ist es eben so ein Bindungsmuster?

00:03:03: Und ja, das ist eigentlich genau die richtige Frage und genau die richtige Differenzierung.

00:03:10: Denn wie gesagt, wir benutzen das Wort Beziehung oft inflationär.

00:03:15: Und nicht immer ist das gemeint, was Beziehung eigentlich bedeutet.

00:03:20: Wir sagen, ich habe eine Beziehung zu jemanden.

00:03:24: Weil oder ja, gerade wenn wir häufig an den denken.

00:03:29: Also... Wenn ich emotional involviert bin, dann bin ich doch in Beziehung mit der Person.

00:03:35: Beziehung braucht zwei Personen, die sich aufeinander beziehen und dementsprechend in Kontakt treten.

00:03:46: Wenn ich über eine Person nachdenke und meine Gedanken um sie kreisen, ich da irgendwelche Dinge hinein interpretiere in das Verhalten, was auch immer, dann brauche ich dazu nicht wirklich Kontakt zu der Person.

00:04:01: Ich kann das einseitig machen.

00:04:05: Also es ist keine wechselseitige Resonanz, keine Handlung von der anderen Person nötig und dementsprechend ist es schon per Definition keine Beziehung.

00:04:16: Aber was anders ist passiert?

00:04:19: Mein Bindungssystem, also mein Nervensystem hat übernommen.

00:04:24: Also hat angefangen, Projekzionen zu machen und hat angefangen eine Bindung herzustellen zu einer, und das ist ganz häufig, Fantasie, zu meinen eigenen Interpretationen.

00:04:38: Und ja, das fühlt sich mega stark an.

00:04:43: Es fühlt sich für viele an wie Liebe.

00:04:47: Aber es ist nichts anderes als ein alter Mechanismus.

00:04:50: Dr.

00:04:51: Prain hat es so formuliert.

00:04:53: Was ist jetzt eigentlich dann real?

00:04:55: Weil die Gefühle Emotionen sind ja real.

00:04:59: Und was ist dann biografische Fortsetzung, also etwas aus meiner Kindheit?

00:05:04: Woran erkenne ich das?

00:05:06: Ich fand es war eine berechtigte Frage.

00:05:10: Und deswegen gehe ich auch darauf ein.

00:05:12: Vielleicht so für dich auch zum Verständnis, oder?

00:05:16: Bindungsmuster.

00:05:19: werden selten durch Nähe und Klarheit und Transparenz aktiviert.

00:05:25: Kennst du vielleicht, oder?

00:05:26: Also, wenn du mit jemandem im Austausch bist, wenn du mit jemandem dich unterhältst, wenn du die Aussagen, die Handlungen klarlesen und nachvollziehen kannst, denkst du dann über die Person übermäßig nach?

00:05:41: Eher nicht, oder?

00:05:43: Wenn aber der Chef irgendwie zweideutige Ansagen macht.

00:05:48: Mal so, mal so.

00:05:49: drauf ist, mal gut, mal schlecht, ohne dass du im genauen Zusammenhang herstellen kannst zu einer Handlung oder zu einem Umstand.

00:05:58: Dann fängst du an, weil ja auch in der Regel eine gewisse Abhängigkeit besteht, darüber nachzudenken und eben im Zweifel auf dich zu beziehen.

00:06:09: Wenn das jemand ist, den du vielleicht gerade kennengelernt hast und diese Person sich irgendwie immer wieder entzieht, das Verhalten der Person so schwer für dich lesbar ist, dann fängst du an über die Person nachzudenken und sie übernimmt irgendwie deine Gedanken und Emotionen, weil dann regst du dich auf, weil dann bist du irgendwie enttäuscht, dann bist du traurig, dann bist du versetzt worden vielleicht, oder?

00:06:37: Oder dann bist du unsicher, wenn der Chef irgendwie so und so ist oder die Chefin.

00:06:41: Und das aktiviert Emotionen und die sind natürlich nicht eingebildet, oder?

00:06:45: Die sind schon da.

00:06:47: Also, wir fassen zusammen, das Bindungsmuster wird nicht über Nähe und Transparenz aktiviert, weil darauf können wir uns sicher fühlen.

00:06:58: Das Bindungsmuster wird viel häufiger durch Unerreichbarkeit aktiviert, durch kurzfristige Absagen, durch uneindeutige Aussagen.

00:07:10: und so weiter und so fort.

00:07:13: Und das kennt man aus der Bindungsforschung.

00:07:16: Also, sobald etwas entgleitet, also wenn wir etwas nicht mehr nachvollziehen können, beginnt diese Inreaktivierung, weil unser Gehirn, unser Nervensystem A es kennt und B aber auch irgendwie nach dieser Klarheit sucht, nach diesem Verstehen.

00:07:40: Also das System scant.

00:07:43: Wo ist der andere?

00:07:44: Was tut sie?

00:07:45: Was meint er, wenn er das sagt?

00:07:47: Wann meldet sie sich?

00:07:49: Wie interpretiere ich dann die oder die Aussage?

00:07:53: Was kann ich davon erwarten?

00:07:55: Und weil so wenig kommt, adaptiert das Gehirn selber irgendwelches Zeug dazu.

00:08:00: Die Neurochemie dahinter ist spannend.

00:08:04: Denn es gibt sehr viel Dopamin und Cortisol.

00:08:08: Also Jagd und Stress.

00:08:10: Und es gibt auf der anderen Seite ganz, ganz wenig Oxytocin.

00:08:17: Also Bonding, sprich Bindungshormon.

00:08:21: Das heißt, das System jagt einem Zustand hinterher, das es gar nicht bekommt.

00:08:29: Also es bekommt die Sicherheit und die Bindung nicht, die durch das andere Hormon erfahrbar würde, nämlich durch Oxytocin.

00:08:38: Das würde durch Nähe und durch Nahrbarkeit entstehen.

00:08:43: Und somit bin ich im Stress.

00:08:45: Mein Nervensystem ist im Stress.

00:08:48: Dr.

00:08:48: Brain stellte mir im Gespräch dann die Frage, die ich auch gerne weitergeben möchte oder besprechen möchte.

00:08:56: Was genau sucht dann das System in dieser Person, die ja eigentlich nicht erreichbar ist, oder?

00:09:05: Und das sind wir jetzt bei der Biografie.

00:09:08: Also die Emotionen, die man wahrnimmt sind natürlich real.

00:09:11: Die Person ist die Projektionsfläche und die Entstehung war natürlich nicht in der Projektionsfläche, sondern an einem viel, viel früheren Zeitpunkt.

00:09:25: Also nicht mit dreißig, vierzig oder fünfzig in einen, da entstehen diese Muster nicht.

00:09:31: Sie entstehen sehr früh, oft sogar bevor wir überhaupt sprechen konnten, eigentlich, ja, in der Zeit.

00:09:39: Präverbale Phase.

00:09:41: Bindung ist kein mentales Konzept und auch kein sprachliches.

00:09:47: Bindung ist Körper, Nervensystem.

00:09:51: Also wenn ein Kind, ein Baby, das Umfeld nicht erreichen kann, die Mutter, den Vater, eine wichtige Bezugsperson, dann entsteht ein Muster von Suche.

00:10:06: Und diese Suche ist natürlich biologisch überlebenswichtig, oder?

00:10:10: Wir sind ja in dem Alter definitiv abhängig von der Versorgung von außen.

00:10:17: Und ganz häufig kriegt es auch im Coaching wieder gegeben, dass das Gefühl auch von Verlassen sein mit einhergeht.

00:10:27: Und diese Menschen, mal nicht in diesem Beziehungskontext, auf Fragen, was sind deine Werte, antworten, mir ist es wichtig, dass ich Freiraum hab.

00:10:40: dass sich Freiheit und Unabhängigkeit leben kann.

00:10:44: Und irgendwann später kommen solche Beziehungsdynamiken zum Vorschein.

00:10:51: Und dann kann man sich doch fragen, wie kann das sein?

00:10:53: Diese Person möchte doch eigentlich Freiheit und Unabhängigkeit.

00:10:57: Wieso aktiviert sich dann ihr Bindungsmuster so stark, wenn jemand sich eigentlich als unnahbar zeigt?

00:11:07: Da müsse doch die Person sagen, ah, ja, passt.

00:11:10: Ich will ja auch Freiheit, Unabhängigkeit.

00:11:12: Und hier wird spannend.

00:11:15: Denn woher oder wo raus entstanden der Wert, ich will frei, unabhängig sein.

00:11:22: Er entstand aus dem heraus, weil man sich früher verlassen gefühlt hat, allein.

00:11:28: Und dann ein Muster entwickelt hat, das gesagt hat, ich verlasse mich nur noch auf mich selber.

00:11:36: Ich gehe nur noch meinen eigenen Weg.

00:11:39: Auf keinen Fall will ich Abhängigkeiten haben.

00:11:42: Und dennoch bleibt die Suche nach Bindung bestehen.

00:11:47: Also lebt die Person einerseits ein sehr leistungsgetriebenes, unabhängiges Leben und gerät aber dennoch ganz häufig in die Situation sich an emotional unerreichbare Menschen emotional zu binden, sprich gedanklich.

00:12:11: Also, da gibt es keine physische Nähe, kein Zusammendingerleben, sondern es gibt SMS-Kontakte im Zweifel, Online-Kontakte.

00:12:23: Es gibt da und dort mal ein Telefonat, aber es gibt keine echten Treffen.

00:12:27: Obwohl die Person sich das wünscht, aber die unerreichbare Person entzieht sich immer wieder und bindet damit die eigentlich freiheitsliebende Person an sich und somit wird wiederholt und immer wieder wiederholt, dass Bindung nicht möglich ist und das Stress- und Dopaminsystem bleibt immer auftrab.

00:12:51: Es ist ein hochspannendes Thema im Coaching, an dem zu arbeiten und wenn man den Kot knackt, was ich natürlich mit meinen Klienten immer wieder Erreiche, dann hört es auf, aber erst dann.

00:13:09: Um auf die Frage nochmal zurückzukommen, wenn wir also jemanden kennenlernen, der unklar ist, ambivalent oder nicht verfügbar, aktiviert es immer das System und damit dasselbe Muster.

00:13:29: Nicht weil die Person so besonders wäre, oder weil die Chefin der Chef so super ist.

00:13:36: sondern weil das alte Muster die Situation erkennt und das Verhalten einerseits nicht lesen kann und andererseits gerne eine Lösung finden würde.

00:13:53: Und an dieser Stelle ist der Satz ganz wichtig.

00:13:55: Das System sucht nicht die Person.

00:13:58: Das System sucht die Lösung.

00:14:00: Und die Lösung finden wir nur indem wir unsere innere Muster lernen zu verstehen und dann anfangen, die korrigierende Maßnahmen zu integrieren und damit korrigierende Erfahrungen zu ermöglichen.

00:14:17: Was ist dann also Beziehung und Bindungsfixierung?

00:14:22: Und was unterscheidet die beiden?

00:14:25: Ihr habt es gerade schon gesagt, Beziehung bedeutet Kontakt.

00:14:30: Ich bin in Kontakt mit jemandem.

00:14:32: Ich bekomme Feedback.

00:14:34: Es passiert, was in der Realität, also unser Kontakt findet in der Realität statt.

00:14:40: Das werden gemeinsame Unternehmungen unternommen.

00:14:43: Es wird eine Zukunft vielleicht auch gemeinsam geplant.

00:14:46: Jetzt nicht im Sinne von einer illusorischen, weit weg Zukunft, sondern wirklich, was passiert nächstes Wochenende?

00:14:52: Was planen wir also so in der Form, oder?

00:14:55: Präsenz.

00:14:57: achtet und schaut, dass man Zeit miteinander verbringt und nicht darüber nur redet, um es dann im letzten Moment wieder zu canceln.

00:15:07: Und natürlich die Interaktion.

00:15:09: Interaktion miteinander ist immer Beziehung.

00:15:12: Wenn etwas reaktiv ist, ist es auch keine Beziehung, oder?

00:15:16: So wenn ich immer erst auf jemanden hinpingen muss, damit vielleicht dann etwas zurückkommt, ist keine Beziehung.

00:15:22: Das ist ein einseitiges Verhalten.

00:15:25: Und in der Bindungsschixierung passiert eben das andere.

00:15:29: Da hat ich gerade auch schon angesprochen.

00:15:31: Das sind wir in der Projektion.

00:15:32: Also wir proizieren irgendwas hinein auf die Person dran.

00:15:38: Wir interpretieren Dinge hinein.

00:15:41: Beziehung ist, findet mit einer realen Person statt.

00:15:45: Interpretation findet ganz viel im Denken mit Potenzial statt.

00:15:53: Also, dass etwas noch werden kann.

00:15:57: Also etwas hat Potenzial, das muss ich einfach nur noch entwickeln.

00:16:01: Das ist Bindungsfixierung.

00:16:02: Fantasie, also sich Träume auszudenken und dann Gefühle entsprechend aufzuentwickeln.

00:16:10: Und immer diese Suche, immer auf der Suche sein, immer auf der Suche sein, ist eine Bindungsfixierung.

00:16:18: Und dann natürlich ein ganz ganz wichtiger Indikator, oder?

00:16:21: Das ist Stress.

00:16:23: Wenn ich mit einer Person interagiere, Beziehungsweise in diesem Ping-Pong drin bin, dann fühle ich immer Stress.

00:16:33: Es kommt nie das System zur Ruhe.

00:16:35: Es ist immer unsicher.

00:16:37: Findet ein Treffen statt, findet es nicht statt, meldet sich die Person.

00:16:41: Ist dies das jenes?

00:16:43: Wie ist der Chef heute drauf?

00:16:44: Ist die Chef im Morgen gelaunt?

00:16:46: Womit muss ich rechnen?

00:16:47: Was kann ich irgendwie annehmen?

00:16:49: Das hat immer... mit Stress zu tun.

00:16:51: Da bin ich immer in diesem Suche Jagdmodus drin.

00:16:56: Ich bin immer im Dopamin.

00:16:57: Ich bin immer im Cortisol.

00:16:59: Ich habe immer Stresshormone am Start.

00:17:02: Das sind wichtige Faktoren.

00:17:04: Ja, es ist immer hin und her mit der Person.

00:17:07: Es ist ein Auf und Ab.

00:17:09: Ich komme nicht zur Ruhe.

00:17:11: Also, das sind immer Aussagen, die darauf hindeuten, dass wir hier in der Bindungsfixierung sind statt in allem.

00:17:19: gesunden Beziehungssystem.

00:17:22: Viele werden das kennen.

00:17:24: Gerade die, die jetzt gerade zuhören und sich angesprochen fühlen, dass das Gehirn wunderbar eine Person idealisieren kann.

00:17:31: Egal wie sie sich gerade verhält, egal was gerade irgendwie wieder passiert ist.

00:17:36: Wir können eine Person dermaßen idealisieren.

00:17:39: Wir haben das vielleicht auch früher, hat das die ein oder andere erlebt bei irgendwelchen Stars.

00:17:45: Ohne die zu kennen werden einfach Charaktereigenschaften hin idealisiert und das kann unser Gehirn problemlos machen gerade heute in Zeiten wo wir Bilder nur sehen von Personen weil die online irgendwie kontaktet werden wie auch immer und dann fängt unser Gehirn an wilde Blüten zu treiben.

00:18:07: Das Gehirn kann das wunderbar ist kann die Fantasie aufrechterhalten es kann Projektionen aufrechterhalten ohne überhaupt eine Beziehung mit der Person zu haben oder wenn wir es nochmal auf den Business-Kontext nehmen, ohne dass irgendeine Interaktion mit dem Chef der Chefin stattgefunden hat.

00:18:27: Und wir können uns da die wildesten Sachen ausmalen, natürlich häufig Worst Case, dann in dem Fall und in anderen Fall werden Hoffnungen geschürt, wo es überhaupt keine Grundlage gibt für.

00:18:39: Eine Frage von Dr.

00:18:40: Prain war dann eben noch Woran erkennst du, dass du mit einem Muster interagierst und nicht mit einer realen Person?

00:18:50: Und ich fand die Frage gut und deswegen möchte ich sie an euch weitergeben.

00:18:56: Also, stell dir die Frage erstens.

00:19:01: Geht es mir um diese konkrete Person oder um das Gefühl, das es in mir auslöst?

00:19:07: All das, was ich da hinein interpretiere, aber eben auch den Stress?

00:19:12: Weil das System kennen Stress und verwechselt diesen Stress, weil es ein emotionales Aufputschen ist, mit Liebe.

00:19:21: Beides hat miteinander nichts zu tun.

00:19:24: Die zweite Frage, die du dir stellen kannst, ist der Kontakt eigentlich real?

00:19:29: Also sehe ich die Person überhaupt?

00:19:32: Treffe ich die?

00:19:35: Kommt auch was von der?

00:19:37: Oder findet alles nur in meinem Kopf statt?

00:19:39: Und die dritte Frage ist... gab es eigentlich in meiner Biografie meiner Geschichte eine oder mehrere Personen, die ähnlich unerreichbar waren.

00:19:50: Und wo ich mich verlassen gefühlt habe und das Gefühl hatte, allein zu sein und ein Handeln, das sehr addiktet war, als es sehr abhängig war, den Tag gelegt hat.

00:20:03: Vielleicht war das in deiner Jugendzeit mit ersten Bekanntschaften.

00:20:09: Vielleicht Es merkst du aber auch, dass es einer deiner Eltern schon war.

00:20:13: Oftmals können wir das nicht gleich immer so erkennen, weil wir da in einer Wabbel drin sind, aber vielleicht gelingt es dir.

00:20:22: Oder waren es dann schon erste Chefinenchefs, dass du mehr über deine Projektionen und Annahmen nachgedacht hast und sogar aufgrund dessen reagiert hast statt auf die reale Situation.

00:20:38: Und all diese drei Fragen, also... Geht es mir um diese Person oder das, was in mir eigentlich ausgelöst wird?

00:20:47: Ist dieser Kontakt eigentlich real?

00:20:49: Sind die Dinge, die passieren real?

00:20:52: Was davon findet aber wirklich nur in meinem Kopf statt?

00:20:55: Und wo ist da?

00:20:57: vielleicht historischen Anker oder mehrere?

00:21:00: Diese drei Fragen führen dich zurück vom Jetzt, von der Jetzt-Erfahrung in frühere Erfahrungen.

00:21:13: Und irgendwo gibt es da einen Ursprung für diese Projektionen.

00:21:19: In der hypnostystemischen Arbeit interessiert uns das eigentlich nicht, warum jemand etwas nicht loslassen kann oder warum das jetzt nicht irgendwie besser gelingt.

00:21:28: Das ist völlig irrelevant.

00:21:30: Der Fokus in meiner Arbeit liegt darin, zu verstehen und herauszufinden, wen das System damals gebraucht hätte.

00:21:41: um zur Ruhe zu kommen.

00:21:43: Wen oder was das System gebraucht hätte, also diese Ressourcen zu benennen.

00:21:49: Und mit diesen Ressourcen können wir arbeiten.

00:21:53: Und da geht es jetzt nicht um Rationalisierung, so ich hätte irgendwie dies und das, und dann wäre alles super gewesen, sondern es geht darum, aus dem Mangel heraus in die Ressourcen hineinzugehen.

00:22:08: und eine neue Verknüpfung herzustellen, einen neuen Fokus herzustellen und vor allem dieses Stressmuster zu beruhigen.

00:22:18: Also das Erlernen der emotionalen Selbstregulation.

00:22:23: Ja, wir fassen zusammen.

00:22:27: Emotionales aufgepeitscht sein ist nicht Liebe.

00:22:34: Gedankenkreisen um eine andere Person ist nicht Liebe.

00:22:41: Stress Auf und ab, hin und her, mit einer Person ist nicht Beziehung.

00:22:50: Je mehr wir über eine Person nachdenken, desto mehr machen wir sie für uns wichtig.

00:22:57: Das hat mit der Realität nichts zu tun.

00:23:00: Die innere Ruhe wiederzufinden, den eigenen Selbstwert zu pflegen und die Selbstfürsorge, sprich für sich selbst zu sorgen und sich abzulösen.

00:23:14: von der Interpretation des Umfelds und der anderen Personen und deren Verhalten bringt uns das, was wir eigentlich wollen, nämlich die Beziehung zu uns selbst, die Beziehung zu uns und zu dem, wer wir sind.

00:23:34: Und gelingt das, sind Beziehungen im Außen ein Kinderspiel.

00:23:41: Wenn du merkst, dass dieses Thema Bei dir in Resonanz geht.

00:23:47: Dann lad ich dich ein tiefer einzusteigen.

00:23:50: Es gibt mehrere Möglichkeiten.

00:23:52: Drei davon wäre erstens mein Newsletter zu abonnieren.

00:23:57: Das kann man entweder auf der Webseite machen bei mir oder über LinkedIn.

00:24:01: Die zweite Möglichkeit ist, dich für mein dreißig Tageprogramm anzumelden.

00:24:07: Also ein Seelenwellenprogramm.

00:24:11: könnte man sagen, indem du genau diese Muster sichtbar machen kannst und die ersten Schritte erlernen kannst, sie für dich regulierbar zu machen.

00:24:22: Und natürlich die dritte Möglichkeit im One-to-One-Coaching ganz individuell anzufangen, dich und deine Muster ernst zu nehmen, anzuschauen und anzufangen, wirklich innere Freiheit für dich zu entwickeln.

00:24:42: und die Fähigkeit in echte Beziehungen treten zu können.

00:24:47: In diesem Sinne, ich freue mich, egal wie, von dir zu hören.

00:24:52: Ich danke dir fürs Zuhören und freue mich auf dich in der nächsten Folge.

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