Folge 22 - Es wohnt kein "inneres Kind" in dir

Shownotes

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Buchtipp: Deine Reise zur wahren inneren Freiheit – von Regina Reitinger Ein persönlicher und zugleich systemischer Blick auf Bindung, Prägung und Selbstführung.

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In vier Wochen hören wir uns wieder bei „Potential Unleashed – Warum es die kleinen Schritte so in sich haben.“

Bis dahin.

Regina

Transkript anzeigen

00:00:02: Potential Unleashed.

00:00:04: Warum es die kleinen Schritte so in sich haben?

00:00:07: In diesem Podcast zur Selbsthilfe spricht Regina Reitinger langjährige hypnosystemische Business Coach, Profilerin und Traumatherapeuten über Erfahrungen aus ihrer täglichen Praxis mit Hührungskräften und Menschen, die sich selbst und das Leben tiefer verstehen möchten.

00:00:23: Selbstwirksamkeit und Gelassenheit inmitten eines stressigen Alltags – ein Spagat der keiner mehr ist wenn man sich auf die kleinen Schritt versteht!

00:00:32: Wenn du also Lust hast, zu verstehen wie du komplexen Themen mit einer gewissen Leichtigkeit begegnen kannst dann hör gleich rein und lass dich ein Stück begleiten.

00:00:44: Herzlich willkommen!

00:00:45: Schön dass du da bist, zu meiner zwarren zwanzigsten Folge Potential Unleashed.

00:00:52: Warum ist die kleinen Schritte so in sich haben?

00:00:55: Und heute möchte ich über einen Begriff sprechen den so gut wie jeder schon mal gehört hat nämlich das innere Kind.

00:01:05: Und da gibt es ganz, ganz viele Kontexte dazu Bücher was auch immer die das innere Kind zitieren.

00:01:15: Dadurch dass es mittlerweile so gängig ist verkauft sich natürlich auch ganz gut aber verstehen wir ja auch wirklich was damit gemeint ist?

00:01:27: ich jedenfalls habe lang gebraucht das überhaupt für mich einzuordnen, worum es eigentlich geht wenn wir über das innere Kind sprechen.

00:01:36: Das Innere Kind ist im Endeffekt nichts anderes als kindliche Bewusstseinszustände und dabei ist noch nicht einmal ganz klar ob wir alles von dem auch selber erlebt haben oder ob es auch eine Mischung ist aus Gehörten vorgelebten dass von uns als wir Kinder waren in irgendeiner Form unzureichend verarbeitet wurde und dann eben in einen Reaktionsmuster sozusagen mit integriert wurde.

00:02:15: Also es ist ganz, ganz viel Unverstandenes was wir sozusagen mit diesem inneren Kind beschreiben wollen und das ist gleichzeitig aber etwas sehr physisches denn kindliche Bewusstseinszustände oder überhaupt Erlebenszustände sind in unserem Nervensystem gespeichert, also in unserem affektiven Verhalten oder in den effektiven Reaktionen.

00:02:49: Und der Effekt kommt immer schneller als das Denken und deswegen kommen wir da so schlecht auch immer dran wenn wir das verändern wollen.

00:03:00: aber kommen wir noch mal zurück zu diesem Begriff des innere Kind.

00:03:05: Wenn wir sagen, dass das innere kind in dir dann klingt so als wäre da irgendwo eine kleine Instanz die ab und zu an Steuer geht.

00:03:14: doch so funktioniert es natürlich nicht.

00:03:17: In Wirklichkeit ist es so, dass diese Erlebenszustände, diese Wahrnehmungszustände ganz viel mit Überleben zu tun hatten also Überlebensmuster die aus einem Stress heraus generiert wurden.

00:03:31: Kind empfindet Stress ganz anders als ein Erwachsener.

00:03:35: Also viele Dinge versteht es nicht, vieles empfindete es auch viel schneller als überfordernd, anders als beim Erwachsenden.

00:03:43: Die Situation damals ist vorübergegangen.

00:03:48: nur wenn das Kind in diesem überwältigenden Stress geblieben ist dann ist auch dieser Stress im Nervensystem abgespeichert heißt Unser Gehirn funktioniert so, dass es solche Momente noch stärker abspeichert weil sie ja Gefahr bedeuten könnten und es funktioniert auch so das sie wie so Blaupausen anfertigt.

00:04:14: Also wenn also so eine Situation wiederkommt, greift sie ganz schnell auf diese Blaupause zurück und sagt, aha Moment da war Stress.

00:04:23: Da war eine überlebensgefährliche Situation.

00:04:28: Hol schnell dieses Reaktionsmuster heraus das haben wir ja schon gelernt.

00:04:32: Und dann greift das Gehirn auf dieses Muster zurück.

00:04:35: Es geht viel schneller als wir dann dreißig Jahre später darüber nachdenken können was jetzt ein adäquates Verhalten wäre.

00:04:44: So kann man sich das ungefähr vorstellen.

00:04:48: Heißt, und es ist die Frage, die man sich als Coach, als Therapeute auf dieser Ebene arbeitet, sich stellt Wie kommen wir an diese Blaupausen dran?

00:04:58: Wie schaffen wir es eine Entkoppelung zu schaffen von der Situation Das aussieht wie Und dem Effekt also der gelernten Reaktion?

00:05:12: Beispiel Eine Klientin kam zu mir vor ein paar Jahren und hat mir erzählt von einer Situation, dass sie in der Mittagspause, es gab einen kleinen Umdruck im Büro, in den Aufenthaltsraum kamen.

00:05:38: Und das saßen dann schon alle?

00:05:41: Da war kein Platz mehr frei!

00:05:44: Was hat sie

00:05:44: gemacht?!

00:05:46: Sie ist umgedreht, hat den Raum wieder verlassen und ist zurück in ihr Büro gegangen.

00:05:52: Ich habe sie dann gefragt was sie sich denn gedacht hat wieso sie in Ihr Büro zurückgegangen ist.

00:05:59: also was hat sie dazu bewegt?

00:06:00: ob sie das noch nachvollziehen können?

00:06:03: Und sie meinte ja ganz klar sie hat sich extrem überflüssig gefühlt.

00:06:12: Der Gedanke war klar, dass jetzt für mich kein Platz mehr da ist.

00:06:15: Ich bin ja eh unerwünscht und auch überflüssig.

00:06:19: Dann kann ich direkt wieder an die Arbeit gehen.

00:06:21: Macht der eh keinen Unterschied ob ich da bin oder nicht?

00:06:25: Und das ist hier keine rationale Entscheidung.

00:06:31: Das sind wir uns einig.

00:06:33: Das hätte jetzt nicht ein fünfundreißigjähriges rationales Gehirn so entschieden!

00:06:40: Aber die eines sechsjährigen Mädchens schon, gerade weil es von ihren älteren Geschwistern gehänzelt ausgegrenzt und ausgeschlossen wurde.

00:06:55: Und weil das Gefühl mitgenommen hat aus der Geschichte dass sie die ersten Monate nicht in ihrer Herkunftsfamilie sein konnte aus verschiedenen Gründen und damit sich in ihr ein Bild festgelegt hat, ich eine Überzeugung festgesetzt habe.

00:07:16: Ich bin unerwünscht oder für mich gibt es keinen

00:07:19: Platz.".

00:07:20: Und das ergibt Sinn!

00:07:23: Werden wir das anschauen?

00:07:26: In der Situation im Aufenthaltsraum.

00:07:30: Denn – ich glaube, wir sind uns einig – ne' fünfundreißige Jährige völlig umbelastete Person also keine Prägung im Nervensystem würde hingehen würden sagen hey Leute gibt es einen Stuhl, setz mich dazu und nehme ein Glas und das Ding ist ja ledig.

00:07:46: Jedoch mit so einer Prägung geht's in den Rückzug und alte Überzeugungen werden somit wieder von uns selber bestätigt.

00:07:58: Und ich glaube wenn du jetzt mal drüber nachdenkst bei dir selbst dann findest du solche Situationen wo du im Nachhinein dich fragst Wieso habe ich das gemacht?

00:08:12: Wieso bin ich da nicht hingegangen, wieso bin von der Party weggegangen ohne mich noch mal zu verabschieden.

00:08:19: Weil vielleicht dachte ich, die Gastgeberin wäre zu beschäftigt?

00:08:26: oder wo bin ich in den Angriff gegangen?

00:08:30: völlig überzogen weil dann anderes Prägungsmuster dabei war im Sinne... kämpfen oder?

00:08:39: ich muss sozusagen mir Raum und mir Stimme verschaffen.

00:08:46: Die Kontexte können völlig unterschiedlich sein, und die Reaktionsmuster ebenfalls.

00:08:54: Aber ein sollten wir uns bewusst machen – diese unterschwelligen Handlungsempfehlungen, die wir aus diesem kindlichen Zustand bekommen sind keine rationalen der Situation angemessenen Handlungen.

00:09:14: Und wenn wir das jetzt nehmen auf Situation in unseren Beziehungen, dann werden uns viele Muster sichtbar und klarer – aber wenn wir sie noch nicht lösen können oder vielleicht wenn wir es nicht eng zu verstehen, das macht man dann in einem Coaching–.

00:09:30: Aber wenn man sich's alleine anschaut, wird man feststellen auch wenn ich mir noch so einrede die Illusion machen möchte, dass es schon irgendwie alle Sinn ja gibt?

00:09:44: Tut das nicht wirklich.

00:09:46: Außer aus der Sicht des kindlichen Überlebensmusters und wenn wir das Ganze in den Business Kontext nehmen dann wird's noch ein Stück weit interessanter weil wir uns ja da noch viel mehr der Illusion hingeben.

00:10:01: Das wäre total rational und professionell handeln.

00:10:06: Illusion würde ich sagen Ganz ganz viele Mikroentscheidungen, ganz ganz viele Microsituationen werden aus einem kindlichen Zustand.

00:10:20: Reaktionsmuster ist ein Effekt heraus entschieden oder gehandelt oder nicht gehandlet.

00:10:28: Viel viel mehr als dem bewussten Erwachsenen.

00:10:33: ich könnte man sagen das Lieb wäre Und dann ist schon spannend, sich das anzuschauen.

00:10:42: jetzt aus meiner Sicht mit dem traumasensitiven Hintergrund und der Hypno-Teilearbeit.

00:10:51: Also die Anteile in uns herauszuarbeiten weil ich ganz häufig diese Anteilen als agierende Muster sehe und weil es so tagtäglich passiert erscheint uns das auch völlig normal Und wir akzeptieren das auch zu großen Teilen.

00:11:15: Wir sind sogar teilweise irritiert, wenn es Menschen dann schaffen sich im Erwachsenen ich eloquent abzugrenzen oder in einer sachlichen Art und Weise ein Thema klären zu wollen weil uns das gar nicht geläufig ist.

00:11:31: Das müssen wir erst lernen.

00:11:33: Was wir auch lernen müssen is die Nicht-Identifikation mit diesen Zuständen.

00:11:42: Also wir haben in unserem Sprachgebrauch ganz normal drin, dass wir sagen ich bin.

00:11:48: Ich bin ein Teamtyp oder eben ich bin eher Einzelgänger und wir verwenden dieses Ich Bin so selbstverständlich jedoch diese Ich Bin.

00:12:00: Zuschreibungen können uns manchmal das Leben ziemlich schwer machen, weil sie uns so mit einer Identifizierung verhaften sozusagen dass wir da schlecht wieder rauskommen.

00:12:13: Also wenn der Einzelgänger gerne eigentlich mit Leuten zusammenarbeiten wollen würde dann kann er das ja schlecht, weil er ja mit dem ich bin ein Einzelgang identifiziert ist.

00:12:27: und ein ganz großer Teil in meiner Arbeit geht darum dass wir lernen, Distanz zwischen dem Gedanken und dem Ich Binherzustellen.

00:12:38: Weil wenn ich eine Distanz zwischendem Gedanken und den Ich Bin herstelle dann kann ich es ja schon nicht mehr sein.

00:12:47: Und darum geht's Wir müssen lernen uns von dem was wir denken zu differenzieren.

00:12:56: Dann bin ich also nicht mehr das was ich denke sondern ich kann das, was ich denke beobachten und ich habe dazwischen eine Distanz.

00:13:06: Und in dieser Distanz habe ich eine Entscheidungsmöglichkeit.

00:13:11: Wenn ich dazu eine Alternative er arbeite dann habe ich zu der Entscheidungs- möglichkeit eine Alternative.

00:13:19: Das kann also bedeuten wenn ich bisher gesagt hab Ich bin ein Einzelgänger Dann kann ich heute sagen Weil – und das ist dann, wenn wir auf das Beispiel von vorhin kommen – ich immer der Annahme war.

00:13:41: Ich wäre unerwünscht!

00:13:43: Also habe ich mir den Weg gesucht einfach nicht mehr in Situationen zu kommen wo ich mir die Frage stellen muss bin ich erwünsht oder nicht?

00:13:52: also hab' ich mir Positionen gesucht oder mich so auch immer wieder beworben auf Positionen, wo ich nicht auf andere angewiesen war.

00:14:01: Wo ich nicht darauf angewiesene war ob ich dort einen Platz habe und habe so meine Fähigkeit die ich früh entwickelt hab nämlich alleine Auflösungen zu kommen allein mich zu motivieren Dinge alleine zu machen gewinnbringend einsetzen können.

00:14:19: also es hat etwas genützt.

00:14:21: So wenn ich heute aber sage Ich würde gern mit anderen zusammenarbeiten dann wird das nicht einfach so funktionieren.

00:14:30: Ich muss also hergehen und sagen okay, ich dachte immer, ich müsste alleine arbeiten oder ich wäre ein Einzelgänger weil ich die Prägung eben habe dass ich gerne denke ich hätte keinen Platz oder ich werde überflüssig.

00:14:48: um mich von diesem Schmerz zu schützen habe ich es vorgezogen alleine zu arbeiten.

00:14:57: Dabei habe ich eben auch diese Ressourcen entwickelt, allein nämlich zu motivieren.

00:15:02: Zu Lösungen, zu kommen selber mir Ideen auszudenken und so weiter die ich dann umgesetzt hab ohne möglichst auf andere angewiesen zu sein.

00:15:15: Das kann Muster sein.

00:15:17: wenn ich dieses Muster kenne dann bin ich nicht mehr der Einzelgänger oder die Einzelgangerin, sondern ich habe verstanden weshalb ich bisher so gehandelt habe und wofür es mir genutzt hat.

00:15:31: So wenn ich jetzt hergehen will und sage okay ich möchte gerne im Team arbeiten Dann kann ich hierher gehen und sagen so Der Preis jetzt in dem Team zu arbeiten wird der sein dass sich mich den Muster stellen muss.

00:15:45: werde ich dort einen Platz haben, werde ich da ausgeschlossen oder angenommen werden.

00:15:52: Und wenn ich bereit bin diesen Preis zu zahlen es herauszufinden dann kann ich Teil eines Teams werden und somit kann ich anfangen Entscheidungen zu treffen die also der Alternativ dem alternativen Weg dienen nämlich in einem Team zu arbeiten einer anderen Alternative näher.

00:16:22: Das funktioniert eben nur, wenn ich die Muster, die mich zu der Einzelgänger-Geschichte gebracht habe, verstehe.

00:16:32: Ansonsten wird es ein Frommewunsch bleiben und ich werde an diesem Frommenwunsch scheitern – definitiv!

00:16:40: Und ich werde mich immer wieder in dem bestätigt fühlen?

00:16:43: Ja... Ich kann es nur allein oder bei Gruppen schwierig und so weiter.

00:16:49: Und somit sind wir da immer wieder in dieser selbst erfüllenden Prophezei.

00:16:53: Das ist das, was unser Nervensystem uns als Vorgabe gibt im Form der Gefühle – ich fühle mich schlecht wenn ich das denke.

00:17:05: also mache ich Vermeidungsstrategie, ich mach das dann nicht mehr oder ich sage ja, ich bin eh lieber alleine und so und dann bleibe ich in dem.

00:17:13: Und dann kann man sagen, ja jetzt mach mal inner Kinderarbeit und schauen so.

00:17:18: Aber im Endeffekt ist es nichts anderes als ein erlerntes Stressmuster und ein erlerntes Vermeidungsmuster um letztendlich mit diesem Stress umgehen zu können oder ihn eben zu vermeiden.

00:17:33: Gelöst habe ich ihn nicht wenn ich in dem Ich Bin bleibe.

00:17:39: Lösen kann ich's so wie ichs gerade beschrieben hab Und das ist jetzt so ein Beispiel.

00:17:46: Da gibt es ganz, ganz viele und diese Ganz, ganz vielen Beispiele Wenn du dich jetzt mal hinsetzt und überlegst wird es bei dir in deiner Firma Bei dir selbst im Unternehmen Abläuft wie Menschen agieren Wie sie sich im Team Einbringen, wie sie kommunikativ sich einbringen oder eben zurückziehen.

00:18:08: Wie Sie interagieren mit anderen?

00:18:10: Wie Sie vor Gruppen stehen oder eben es eher vermeiden wollen vor Gruppenzustehen.

00:18:15: des Alles hat dahinter liegend Strukturen und Dynamiken die wir als Kollegen vorgesetzt in der Regel nicht kennen.

00:18:27: Und wenn wir ehrlich sind denken wir darüber auch nicht nach weil wir beim Verhalten in der Regel bleiben.

00:18:34: Wir nehmen das, was wir beobachten und bewerten das, dass über die berühmte Wasseroberfläche vom Eisberg ist.

00:18:44: Doch jeder Mensch hat unter dieser Wasserooberfläche natürlich diese ganzen Dynamiken, die von oben betrachtet nicht gesehen werden verborgenen Dynamiken.

00:18:59: Könnte man sagen, das sind jetzt alles diese kindlichen Muster, kindliche Zustände die letztendlich in jeder Situation in irgendeiner Form zum Vorschein treten.

00:19:12: und selbst die Rationalisierung, die wir gerne nehmen im beruflichen Alltag ist eine Form eines solchen Zustandes.

00:19:23: Rationalisierung kann eine Flucht vor Gefühl sein Und es gibt in dem Moment die Form von Distanz, von Darüberstehen und einer gewissen Macht sich nicht von Gefühlen beeinflussen zu lassen.

00:19:42: Denkt man!

00:19:44: Aber Vorsicht – wer bei jedem Thema sich sofort in eine Rationalisierung flüchtet hat meistens dort das größte Problem.

00:19:55: Menschen, die über ihre Gefühle sprechen können sind da schon ein Stück weiter.

00:20:02: Man sollte also nicht dem Trugschluss glauben, wenn Menschen sehr rational und nüchtern, dass die sehr aufgeräumt sind.

00:20:12: Die sind meistens die, die ganz dicke Mauern gebaut haben um ihre kindlichen Zustände eben nicht zu zeigen oder zu verbergen.

00:20:23: Und dennoch gibt es dahinter ganz häufig diese Unzulänglichkeitsschemata wie eben den Überleister, den wahrscheinlich jeder auch kennt.

00:20:33: Den Perfektionisten, dem vielleicht auch der ein oder andere in sich sitzen hat.

00:20:40: Den Kontrolleur- oder den Rückzügler.

00:20:43: Also das sind alles so verschiedene Verhalten die aber alle so wieder mit einer gleichen Grundorganisation zugehören.

00:20:52: und es wird häufig übersehen Das ist gemeint, wenn ich immer wieder auch zitiere diese ninety-fünf Prozent.

00:21:01: Denn ninety-five Prozent werden wir aus diesen Mustern heraus tatsächlich gesteuert.

00:21:07: und jetzt komme ich wieder zum Anfang.

00:21:09: also als ich damals das Kennen gelernt habe mit dem inneren Kind dachte Gott, es ist ja mega abstrakt.

00:21:15: Wie soll ich denn das hinkriegen?

00:21:17: Und wie soll ich dann mit dem Kontakt treten und was man da alles macht?

00:21:24: Es war alles so!

00:21:26: mega abstrakt und für mich so wenig greifbar, dass das immer wie eine Übung war von den eigentlichen Themen losgelöst.

00:21:39: Und so habe ich ja ehrlich gesagt angefangen erst mal auch als hypnosystemischer Coach zu praktizieren mit diesem Verständnis und war aber damit immer relativ unzufrieden.

00:21:55: Mit dem Verstehen der Dynamiken, mit dem Verstein auch was zum Teil an traumatischen Prägungen da drin liegt.

00:22:06: Aber es müssen nicht tauend nur dramatische Prägung sein.

00:22:11: Es können einfach häufig wiederholte vorgelebte Glaubenssätze oder Sätze über das Leben sich selbst die Welt wie auch immer gewesen sein die diese inneren Zustände erzeugt haben.

00:22:30: und mit dem Verstehen von Neurobiologie, mit dem verstehen unseres Nervensystems.

00:22:36: Mit dem Versten wie die Dinge zusammenhängen Und das habe ich dann selber entwickelt Wie man sie auseinander klamüsern kann.

00:22:48: Also ein Talk aber eben auch in den Zeiten wo man nicht gestresst ist Das zu üben.

00:22:54: dann wurde da langsam ein System draus, das nicht nur für mich verständlich war sondern auch für meine Klientinnen und für meine Clienten.

00:23:04: Und das ist tatsächlich wirksam!

00:23:08: Da kommt jetzt ein Hebel wo wir merken dass bringt wirklich die Veränderung der.

00:23:19: Das ist keine abstrakte Innerkindarbeit, wo wir irgendwie so... Sondern das ist ganz klare biologische Arbeit einerseits.

00:23:31: Gedankenkontrolle andererseits natürlich ein Verstehensarbeit also sich selbst und seine Biografie zu verstehen aber eben wo diese eigene Biographie des Handeln im Hier-und-Jetzt massiv beeinflusst und meistens eben auch negativ beeinflußt.

00:23:49: Und wo es Beziehungen verändert, beziehungen prägt und wo es Kommunikation verändert und präagt.

00:24:01: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt dass wir verstehen das ist innerkind kein abstraktes üben mit irgendwas ist, sondern dass das unsere Neurobiologie ist in Verbindung mit unserem Nervensystem und unserem Hormonsystem.

00:24:20: Also es hat ganz viel natürlich mit Stress, mit Dopamin, mit Adrenalin zu tun und mit den Verzerrungen wie wir die Dinge bewerten also wie wir Dinge sehen und einordnen.

00:24:33: wenn man das nochmal nehmen.

00:24:34: dieses Beispiel der Platz da ist kein Platz frei.

00:24:39: die Verzerrung sieht, ich werde nicht gewünscht oder... Ich bin überflüssig.

00:24:45: In der Realität ist einfach ein Stuhl zu wenig da und solange ich in der Verzerbung bin kann ich es nicht ändern!

00:24:56: Ich kann diese Situation nicht ändern, ich werd immer in den Rückzug gehen.

00:24:59: Erst wenn wir diesen Muster verstehen und lernen diesen Sortierprozess machen wo die Dinge hingehören Dann wird es dieser Person, und das ist ja dann auch klungen, ermöglicht sein in diese äußerst, also auch physisch äußernst unangenehme Situation.

00:25:20: Weil wie gesagt, es ist physisch Nervensystem Stress Schwitzen Also was?

00:25:26: In diese äussernst Unangenehmessituation zu gehen Und dann die Situation Anderszumeistern Nämlich Hey!

00:25:36: Wie schaut's aus?

00:25:36: gibt hier noch einen Stuhl und dann holt jemand diesen Stuhl oder ich hole ihn sogar selber.

00:25:44: Und dann lässt er Stress nach, dann sitzt man da am Tisch, kriegt man hier eben dieses Glassekt.

00:25:52: alle stoßen heran und dann fühlt man hey!

00:25:56: Ich bin Teil der Gruppe.

00:25:59: Ich bin nicht mehr sechs Jahre alt.

00:26:01: Ich werde nicht mehr gehänzelt.

00:26:03: Ich werden nicht mehr ausgeschlossen.

00:26:06: Diese Erfahrung ist dann im wahrsten Sinne des Wortes in der Vergangenheit und bleibt dort.

00:26:15: Und jetzt gerade mit thirty-fünf, mache ich eine neue sogenannte korrigierende Erfahrung.

00:26:24: Ich schenke mir selber das Geschenk, eine Situation gemeister zu haben die mich vorher extrem gestresst und den Rückzug getränkt hat – und das ist mega!

00:26:39: Weil damit erweitere ich massiv meine Komfortzone und kann beim nächsten Mal ganz leicht in so eine Situation reingehen, um sie meistern.

00:26:54: Und ich kann dann ganz leicht ein Team mitgestalten – Teamarbeit mitgestalten!

00:27:02: Ich kann dann auch ganz leicht, auch in einer Gruppe mal was sagen ohne Angst zu haben von anderen gehänzelt zu

00:27:08: werden."

00:27:09: von anderen irgendwie abgewertet zu werden.

00:27:12: Das alles gelingt dann und das ist jetzt nur so ein ganz kleiner Mühe, von Evidenzen die wir dann in unserem Leben erkennen können.

00:27:21: Und dass es tatsächlich die Strukturarbeit in unseren ninety-fünf Prozent, weil diese Person wird eines Tages, nicht mehr willendlich und mit den ganzen Stress- Symptomen dahingehen müssen.

00:27:41: Und sagen gibt es noch einen Stuhl?

00:27:42: Sondern sie gehen ganz natürlich... Sie denken gar nicht mehr darüber nach, dass sich das jetzt dann gleich machen wird!

00:27:48: Dann sind wir da angekommen wo wir hin wollen weil die ninety-fünf Prozent völlig klar mir sagen ich hol' mir ein Stuhll und nicht mehr von fünf oder neunzeigbar.

00:27:58: Ich muss da jetzt hin und dann muss ich das alles machen.

00:27:59: ja das ist am Anfang so aber dann irgendwann nicht mehr.

00:28:03: und das ist das Ziel.

00:28:05: Und dann kann man sagen, ja haben wir gut in einer Kinderbeer gemacht.

00:28:08: Ja aber nur anders nicht abstrakt sondern mit unserer Physik also mit unseren somatischen Symptomen, mit unsere Neurobiologie, mit unserem Gehirn, mit unser Nervensystem und mit unseren Lebensumständen dort wo wir gerade sind.

00:28:32: und realer geht es dann nicht.

00:28:34: In diesem Sinne hoffe ich, ein bisschen Aufklärung eine andere Sicht auf dieses viel zitierte Innerkind geben zu können oder gegeben haben und vielleicht auch ein kleines Aha-Erlebnis für dich generiert zu haben.

00:28:53: das wird mir sehr am Herzen liegen denn ich wünsche mir dass nicht mehr so viele Menschen mit so einem abstrakten Begriff, so viele Jahre durch die Weltgeschichte laufen müssen wie ich das getan habe und dementsprechend einfach zu weit von einem Lösungsweg weg sind.

00:29:14: Ich freue mich!

00:29:15: Hörst du wieder rein beim nächsten Mal?

00:29:18: Ich hab jetzt die letzten beiden Folgen ja mehr über KI und Führung gemacht und jetzt geht's wieder mehr in die Tiefe unseres Erlebens, die Tiefe unserer Wahrnehmungen und wie wir die Wahrneemungsverzehrungen erkennen können und sie verändern können.

00:29:39: Das ist mein Hauptziel woran ich mit meinen Klienten arbeite und dich natürlich in dem Podcast mitnehmen möchte.

00:29:50: Und vielleicht lernen wir uns eines Tages auch persönlich kennen falls wir es nicht eh schon tun!

00:29:56: In diesem Sinne Wünsche ich dir für den Moment alles Gute und hoffe, du kannst das Gehörte für dich umsetzen oder zumindest für deine Reflexionen nutzen.

00:30:09: Alles Gute – bis bald!

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