Folge 26 - Warum uns manche Menschen in Sekunden verunsichern – und gleichzeitig faszinieren.
Shownotes
Warum kann ein Mensch in dir innerhalb weniger Sekunden eine Unsicherheit auslösen, die andere Menschen überhaupt nicht hervorrufen?
Und weshalb beschäftigen uns manchmal gerade diejenigen besonders stark, die unklar reagieren, sich zurückziehen oder gar nicht mehr reagieren? In dieser Folge schaue ich auf die Verbindung zwischen aktuellem Erleben und alten unbewussten Mustern.
Ein Chef, eine Kollegin, ein Kunde oder ein Mensch aus deinem privaten Umfeld kann mit bestimmten Merkmalen oder Verhaltensweisen an etwas anknüpfen, das dein Nervensystem längst kennt: emotionale Unerreichbarkeit, Dominanz, fehlende Verlässlichkeit, schwer lesbare Reaktionen oder das frühe Gefühl, sich besonders anstrengen zu müssen, um Nähe, Anerkennung oder Sicherheit zu bekommen. Das Entscheidende: Die Person im Außen und dein inneres Erleben sind nicht naturgegeben miteinander verbunden. Diese Verkoppelung ist entstanden – und genau deshalb kann sie auch verändert werden. In dieser Folge geht es unter anderem darum,
• weshalb Schweigen und Nicht-Reagieren unser Gehirn manchmal stärker beschäftigen als eine klare Ablehnung, • warum intensive emotionale Reaktionen nicht mit besonderer Bedeutung oder Nähe verwechselt werden sollten, • wie alte Schutzstrategien wie Anpassung, Kleinmachen, Kampf, Härte oder Distanz im Erwachsenenleben weiterwirken, • woran du körperlich bemerken kannst, dass ein altes Muster gerade die Führung übernimmt, • weshalb nachträgliche Selbstabwertung den Kreislauf eher verstärkt als verändert, • was ich unter „Nachreifen“ verstehe, • und wie neue Erfahrungen dazu beitragen können, künftig nicht mehr automatisch in dieselben Reaktionsschleifen zu geraten.
Denn Souveränität bedeutet nicht, unberührbar zu werden.
Sie bedeutet, auch in Begegnungen mit Menschen, die etwas in uns auslösen, den Zugang zu unserem erwachsenen Denken, unseren Kompetenzen und unseren eigenen Handlungsmöglichkeiten zu wahren.
Wenn du bemerkst, dass bestimmte Menschen ungewöhnlich viel gedanklichen Raum einnehmen oder du dich in ihrem Beisein immer wieder anders verhältst, als du es eigentlich möchtest, kann genau darin eine wertvolle Information liegen:
Nicht nur darüber, wer der andere ist – sondern darüber, wo in dir noch Entwicklung möglich ist.
Weiterführende Impulse:
Wenn dich diese Folge weiterdenken lässt, hier mein Buchtipp:
Deine Reise zur wahren inneren Freiheit – von Regina Reitinger Ein persönlicher und zugleich systemischer Blick auf Bindung, Prägung und Selbstführung.
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In vier Wochen hören wir uns wieder bei „Potential Unleashed – Warum es die kleinen Schritte so in sich haben.“
Bis dahin - alles Gute!
Regina
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00:00:02: Potential Unleashed.
00:00:04: Warum es die kleinen Schritte so in sich haben?
00:00:07: In diesem Podcast zur Selbsthilfe spricht Regina Reitinger langjährige hypnosystemische Business Coach, Profilerin und Traumatherapeuten über Erfahrungen aus ihrer täglichen Praxis mit Hührungskräften und Menschen, die sich selbst und das Leben tiefer verstehen möchten.
00:00:23: Selbstwirksamkeit und Gelassenheit inmitten eines stressigen Alltags – ein Spagat der keiner mehr ist wenn man sich auf kleine Schritte versteht!
00:00:32: Wenn du also Lust hast zu verstehen, wie du komplexen Themen mit einer gewissen Leichtigkeit begegnen kannst.
00:00:38: Dann hör gleich rein und lass dich ein Stück begleiten!
00:01:03: Also weshalb manche Menschen in Sekunden uns verunsichern können und gleichzeitig faszinieren.
00:01:11: Wenn ich im Coaching mit meinen Klienten ganz zu Beginn den Kontext erarbeite, erarbeiten wir zum einen das größte Defizit dass wir erleben als schmerzhaftes DefizIT in einem bestimmten Kontext.
00:01:27: Und nicht selten ist das schmerzhafte Defizit zum Beispiel Selbstwert, Selbstvertrauen im Kontext mit männlichen hierarchisch über einen stehenden Personen die vielleicht auch noch ein Stück weit älter sind als man selbst.
00:01:48: Und wenn wir jetzt alleine dieses erlebte DefizIT von Selbstvertrauen im Kontekt mit männlichem Personen und der Person kann durchaus auch männlich sein nehmen Und das Selbstbild, dass wir bis ins Erwachsenenalter kreiert und aufrecht erhalten haben.
00:02:07: Wenn wir das also zueinander legen – was kann ich als Trauma-sensitiv arbeitende hypnosystemische Coach aus dem ablesen?
00:02:17: Das ist offensichtlich eine Verkoppelung von einem äußeren Umstand oder einer äußerem Person mit einem inneren Erleben gibt, also eine Verknüpfung von zwei voneinander völlig unabhängigen Faktoren.
00:02:35: Also einer Person im Außen die bestimmten Kriterien entspricht und meiner Reaktion auf sie, der Effekt.
00:02:43: Das ist eine Verkoppelung, die es nicht Natur gegeben hat.
00:02:46: Da gibt's kein Gesetz wo man sagt das muss so sein!
00:02:50: Und im Coaching gehen wir natürlich dorthin und schauen was ist denn?
00:02:54: Wo kommt denn das her?
00:02:56: Welche Glaubenssätze liegen darin begründet?
00:03:00: und er arbeiten dann einen Weg heraus.
00:03:03: Gehen wir aber nochmal zurück, kannst dir mal eine Frage stellen?
00:03:06: Also kennst du das?
00:03:08: Das bestimmte Menschen kann dein Chef sein, eine Kollegin ein Kunde der in dir etwas auslöst was andere nicht schaffen.
00:03:21: Etwas auslöscht wo du anders reagierst, wo du eine Nachricht bevor du sie wegschickst noch x-mal durchliest oder ein Gespräch im nachgang x mal durch exerzierst und dich selber fragst habe ich mich jetzt hier adäquat verhalten weil es jetzt hier irgendwie zu viel zu wenig.
00:03:41: Und dann geht's nochmal darum die Reaktionen sofern Sie denn auch kommen der anderen Person richtig einzuordnen.
00:03:53: Lustig ist allerdings, dass uns Menschen sehr häufig binden die mit ihren Reaktionen auf sich warten lassen oder gar nicht mehr reagieren.
00:04:04: Also zum Beispiel man trifft einer Person sei es jetzt im privaten Umfeld zum Beispiel und man verabredet sogar das man sich danach schreibe beziehungsweise wieder trifft Man vereinbart sogar wer das macht also wer sich melden wird sogar das noch Und dann passiert danach gar nichts mehr.
00:04:28: Dann haben wir zum einen häufig eine Werteverletzung, z.B.
00:04:33: eben Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und diese Dinge.
00:04:37: Und dann haben wir auf der anderen Seite oftmals eine Reaktivierung eines alten Musters.
00:04:43: war eine Bezugsperson in meiner Kindheit eher schwer erreichbar, eher emotional distanziert musste ich mich viel anstrengen um Nähe wenn sie überhaupt dem möglich war, herzustellen zu bekommen.
00:04:59: Dieses Muster wird dann aktiviert und meistens weil man eben diese Prägung hat sich dieser Wert auf der anderen Seite eben so etabliert diese Verlässlichkeit oder?
00:05:13: Und damit haben wir eine Korrelation die wenn Sie denn dann auftritt wieder diese Verunsicherung in einem auslöst.
00:05:22: wieso verunsichert das so Wenn jetzt jemand auf dich zukommt und sagt, du bist mal auf so und so und man fängt vielleicht sogar eine Auseinandersetzung ein Streit was auch immer an.
00:05:34: Dann habe ich zumindest einen Gegenüber das mit mir interagiert bzw.
00:05:41: einen Sachverhalt ausdiskutieren möchte.
00:05:44: in dem Fall den ich hier gerade beschreibe passiert offen sichtlich objektiv nix.
00:05:53: Es gibt also keine offene Ablehnung.
00:05:55: Es gibt auch keinen Streit, es gibt auch nicht irgendwie ein Nee du lass es sein!
00:06:00: Also nichts von dem und das ist genau das was unser Gehirn aktiv hält.
00:06:07: Dann fängt man an nachzudenken Was ist das jetzt?
00:06:11: Was interpretiert?
00:06:12: da hinein habe ich jetzt doch etwas Falsches gesagt.
00:06:14: was hat sich verändert?
00:06:15: was ich nicht weiß.
00:06:18: Was war mit diesem Blick gemeint mit dieser Bemerkung?
00:06:25: Und genau das war mit dem Grund, warum ich gelernt habe den Muskeltonus im Gesicht von Menschen lernen zu lesen.
00:06:35: Weil das Gesicht häufig viel mehr in ihrem Ausdruck und im Tunis preisgibt als dass es über das Gesagte wo er transportiert würde.
00:06:46: Aber das ist jetzt nochmal ein anderes Thema.
00:06:48: Ich glaube ich hab auch schon mal einen Podcast darüber gemacht.
00:06:51: falls nicht muss ich das dringend noch machen.
00:06:55: Wo drum geht es hier?
00:06:56: Es geht darum, dass wir die Situation – Die Lücke das Schweigen nicht lösen können bzw.
00:07:05: keine vollumfängliche Antwort aus uns herausfinden können weil wir den anderen und seine Motivation nur interpretieren können.
00:07:19: Und wie gesagt wenn in mir selber dieser Wert der Verlässlichkeit plus eben diese Prägung der Unerreichbarkeit und eben diese Anforderungen an mich selbst.
00:07:32: Ich müsse diese Beziehung klären, ich müsse Klarheit schaffen oder den Fehler irgendwie aufdecken oder wieder gut machen bleibt mein Nervensystem aktiviert.
00:07:46: wir halten also fest an dieser Stelle es sind interessanterweise Mit dieser vorher genannten Prägung nicht die Menschen, die uns besonders zugewandt sind und wo die Gespräche super easy laufen.
00:07:59: Die uns emotional stark binden, sondern es sind eben genau diese Lücken lassen, die diese Fragezeichen durch dieses nicht nachvollziehbare Verhalten in uns aufploppen lassen.
00:08:22: In dem Loop, den wir aus der Kindheit gegebenenfalls schon kennen.
00:08:29: Wir geben den Dingen Sinn und Bedeutung.
00:08:33: Also wir sind die, die den Phänomenen des Menschen, den Situationen in unserem Leben Bedeitung geben.
00:08:41: Und unsere Effekte – also unsere unüberlegten Reaktionen darauf zeigen uns wo wir stehen!
00:08:52: reagieren.
00:08:54: Also eine starke emotionale Reaktion auf etwas sollte man nicht verwechseln mit einer hohen Wertigkeit oder einer hohe Wichtigkeit, ne?
00:09:05: Es ist eher ein Zeichen dafür dass in dir ein Thema aktiviert wird Eine Emotion die du nicht im Griff hast Die du auch noch nicht verstanden hast wofür du auch nur keine Erklärung hast.
00:09:22: und Du kennst es vielleicht.
00:09:23: Du reagierst, du siehst dir selber zu wie du in einen bestimmten Zustand gerätzt und kannst diesen Zustand aber nicht ändern.
00:09:34: Also du schaust dir wie von außen zu hörst dich Dinge sagen... du weinst vielleicht, du bist verzweifelt, du registrierst alle diese Zustände Aber du nimmst sie wie echte Reaktionen auf diesem Umstand.
00:09:51: Naja was sonst?
00:09:51: Weil es Es geht gar nichts anders gerade.
00:09:56: Und das zeigt uns, wie stark zum einen diese unbewussten Muster in uns wirken – wie stark sie auch verankert sind und wie wenig wir ohne wenn wir jetzt da noch nicht dran gearbeitet haben
00:10:08: z.B.,
00:10:08: in einem Coaching oder in einer Therapie, wie wenig Wir im Ganzen entgegenzusetzen haben.
00:10:16: Das ist das wo sich ganz viele Menschen teilweise ihr Leben lang die, die zu mir kommen dann irgendwann nicht mehr, aber ganz viele sich wie gefangen fühlen in diesen Automatismen.
00:10:30: In diesen Reaktionsmustern, in diesen emotionalen ups and downs, in den Hoch- und Tiefs die sie weh nicht steuern können und in denen Sie vermeintlich andere Menschen hineinziehen können.
00:10:48: Andere Menschen können das nicht einfach so.
00:10:52: Das ist einfach nur... aufgrund eines Programms, eines Reaktionsmusters in deinem Nervensystem und daraus gewonnenen, also frühgewonnen Überzeugungen über dich und die Welt.
00:11:07: Dieses Muster wird durch jemanden mit ähnlichen Verhaltensweisen aktiviert.
00:11:12: Also wenn wir das nehmen – die Situation Defizit von Selbstwert, Selbstvertrauen im Kontext mit hierarchisch höher stehenden Männern Könnte man überprüfen, was ist denn in meinen unbewussten Muster abgespeichert?
00:11:31: Also unter meiner Wasseroberfläche.
00:11:35: Und da könnte man jetzt herausarbeiten das es da vielleicht einen Lehrer gab oder den Vater oder den Großvater.
00:11:46: Es kann aber sein dass das Ganze auf eine weibliche Ebene genauso übertragbar ist also eine dominante Person im Leben Eine Person, die emotional nicht nahbar war.
00:11:59: Eine Person mit ihren sehr reduzierten Reaktionen auf mein Verhalten mir eine große Unsicherheit beschert hat in meiner frühen Jugend – in meiner Kindheit?
00:12:13: So dass ich in diesem Kontext keine Reife entwickeln konnte und somit in diesem hilflosen, ohnmächtigen Kind Muster stecken blieb!
00:12:25: Jetzt bin ich thirty-fünf, vierzig Jahre alt.
00:12:28: Das Muster hat sich nicht verändert!
00:12:30: Ich habe viele Kompetenzen aufgebaut in anderen Bereichen.
00:12:34: Jedoch wenn eine Person die in das Muster
00:12:38: passt
00:12:39: von bestimmten Verhaltensweisen, Dominanz oder eher unklares Verhalten zwei deutige Bemerkungen was auch immer das dann ist, oder?
00:12:49: Wenn diese Person wieder im mein Leben tritt reagieren meine Unsicheren Muster in mir, mein Nervensystem reagiert Alarm.
00:13:01: Warum?
00:13:02: Weil Unsicherheit unsicherheit bedeutet!
00:13:05: Das heißt Unsicherkeit bedeutet Gefahr.
00:13:08: also es muss ein Schutz her.
00:13:10: ich muss irgendwie schauen durch diese Situation zu kommen so und wenn ich als Kind dieses angepasste, brave Verhalten dann gezeigt habe oder eben möglichst hilfsbereit nett freundlich was auch immer das dann war kann auch aufmüpfig gewesen sein ja.
00:13:28: Dann wird die Person genau dieses Verhalten wieder zeigen ohne auch nur eine Sekunde darüber reflektieren zu können oder entscheiden zu können.
00:13:40: sonst passiert automatisch.
00:13:43: und dann im Nachgang der Situation ärgert sich die Person weil.
00:13:47: dann Fällt der Stress wieder runter, das kognitive Erwachsene-Gedächtnis kommt wieder hoch und fängt an diese Situation zu bewerten.
00:13:57: Nach Erwachsenenmarschstäben!
00:14:00: Und dann geht es ärgern über sich selber los?
00:14:03: Wieso habe ich da das nicht sagen können, wieso war ich denn da so stumm wie so war ich den da.
00:14:07: so deppert wie auch immer... ...und man fühlt sich noch mal mehr bestätigt in der Umacht.
00:14:14: Das wird sie nie ändern.
00:14:15: Ich werde das nicht schaffen damals anders aufzutreten Und ich könnte mir vorstellen, wenn du diesen Podcast hörst, könnt es sein dass du genau das schon sehr häufig erlebt hast.
00:14:29: Meine Info hier an der Stelle ist.
00:14:33: Es ist nicht so ausweglos wie es dir vielleicht erscheinen mag.
00:14:38: Viele meine Klientinnen und Klienten waren in diesen Situationen Ich selber übrigens auch viele viele Jahre und es gibt einen Weg daraus.
00:14:48: Doch warum es mir in diesem Podcast heute geht, ist einfach auch das aufzuzeigen nochmal eine Bewusstsein dafür zu schaffen.
00:14:57: Und ich nehme an du hörst jetzt diesen podcast nicht in einem hoch emotionalen Moment da würde ich dich nämlich schlecht erreichen sondern im ruhigen moment.
00:15:06: und in diesen ruhigen momenten können wir reflektieren weil dass sind wir her unserer fünf prozent also des bewussten reflektierens über unser Handeln.
00:15:20: Und in diesen fünf Prozent geht es darum, Handlungen zu aktivieren die uns helfen eine Veränderung in den Stressmomenten also in den ninety-fünf Prozent zu erwirken.
00:15:35: Wie erreichen wir das?
00:15:38: Nervensystem ist körperlich.
00:15:41: Das heißt wenn du mal darauf achtest in einer der nächsten Situationen wo nimmst du's als erstes wahr dass du dich unwohl fühlst.
00:15:49: Ist es ein Gedanke oder ist es ein körperliches Gefühl?
00:15:54: In der Regel nehmen wir's körperlich wahr und das Bewusstsein dafür zu entwickeln, ist der erste Schritt.
00:16:01: sprich wenn eine Person den Raum betritt die den Kriterien deines Schutzmechanismus entspricht dann achte darauf wie dein Körper reagiert.
00:16:12: meistens werden wir kleiner.
00:16:15: also es heißt der Brustkorb zieht sich zusammen ein fahles, ein flaues Gefühl im Magen.
00:16:20: Die Schultern gehen nach vorne der Blickkontakt bricht ab die Stimme wird farig, zittrig schrill oder eben sehr leise.
00:16:31: all das sind evidenzen die dein Körper zeigt und du gleichzeitig merkst.
00:16:38: jetzt übernimmt ein anderes Gehirnareal unvorbereitet und ohne ein entsprechendes Coaching.
00:16:46: dazu wird es nahezu unmöglich einzugreifen und die Situation zu drehen.
00:16:54: In meinem Coaching arbeiten wir genau daran, Alternativszenarien zu erarbeiten um genau auf dieser Ebene des Gehirns abzuspeichen, zu verankern so dass in der Situation eine Alternativhandlung möglich wird.
00:17:12: mit etwas Übung dem richtigen Toolset der Achtsamkeit wird es möglich, dass andere Menschen ihren Einfluss auf uns nicht mehr in der Form geltend machen können wie bisher.
00:17:26: Warum?
00:17:27: Weil wir diese Koppelung aufgelöst haben!
00:17:32: Das ist also die Lösung findet auf einer ganz anderen Ebene und Vorgehensweise statt als das man sie als kognitiv linear erreichbar beschreiben könnte Und somit macht es auch überhaupt keinen Sinn und schafft auch keine Mehrwert- und auch keine Verbesserung, wenn du in dieses Ich bewerte... ...und werte mich ab Schimmata hineingehst.
00:17:58: Warum?
00:17:59: Weil es keinem Mehrwert bringt aus dem erwachsenen Bewusstsein also im Nachhinein eine Bewertung zu machen oder ne Abwertung über ein Verhalten des aus dem Affekt heraus entstanden ist.
00:18:14: Warum ist es nicht hilfreich?
00:18:16: Weil das Verhalten in dem Moment ja nicht aus den fünf Prozent heraus entstanden ist und damit tust du dir selber unrecht, wenn du also ein Verhalten im Nachhinein bewertest abwertest dass letztendlich aus einem Überlebensmuster heraus abgerufen wurde ich sehe das häufig dass Menschen ihre Reflexion da stehen bleiben und sich Gerüste wie aufbauen, die dann irgendwie immer ein härteres und ein distanzierteres Verhalten als Folge haben.
00:18:50: Und damit erreißt du aber dein Ziel nicht!
00:18:54: Was ist denn das Ziel?
00:18:55: Das Ziel ist doch erwachsen, souverän gelassen in jeder Situation, in jedem Kontext egal wer da ist man selbst sein zu können.
00:19:07: Das heißt, man selbst sein zu können indem man Nähe, Austausch, Professionelles Lernen zulassen kann.
00:19:16: Ohne Angst vor Gesichtsverlust, ohne Angst davor irgendwie blöd darzustehen – das ist doch das Ziel!
00:19:24: Wir wollen doch nicht als Ziele erreichen immer distanzierter hinter irgendeiner Mauer uns verstecken zu müssen vor lauter Angst dass sonst jemand eventuell zu nahe treten könnte und uns unsere eigenen Schutzmuster aufzuzeigen.
00:19:40: Mit beiden Strategien, also dem Schutzmuster – also sich klein zu machen anzubiedern wie auch immer oder dem Anderen nämlich mit Härte- und Distanz anderen zu begegnen.
00:19:53: Mit beidem tun wir uns keinen Gefallen bleiben stecken, bleiben Gefangene unserer selbst und wir können nicht wachsen in Beziehung mit anderen Treten.
00:20:08: Und uns in unserer kompletten Kompetenz zeigen und das Potential, dass Begegnungen und Situationen für uns bereithalten schöpfen.
00:20:20: Abgesehen davon, dass wir hinter unseren Möglichkeiten bleiben kostet das enorm viel Energie.
00:20:27: Also wie gerade schon beschrieben, das über sich ärgern kostet extrem viel Energie, sich klein machen kostet viel Energie.
00:20:34: Distanz um Kälte nach außen zu tragen kostet enorm viel Energie.
00:20:39: Die Einsamkeit, die Isolation und die Folge davon sein kann nicht minder.
00:20:44: Deswegen ist es so eine wertvolle Erkenntnis wenn ich feststelle hey da gibt es eine Person die triggert in mir ein altes Muster in einer Form das ich permanent über die Person nachdenke mich ärgere oder in einer anderen Form Eine Verhaltensänderung bei mir feststelle, die nicht meinem Erwachsenen Ich oder der Vorstellung davon entspricht.
00:21:10: Warum?
00:21:11: Weil ich jetzt erkennen kann wo ich noch in einem Defizit bin!
00:21:16: Nicht im DefizIT von Gut Schlecht sondern einen DefizIt von Souveränität Selbstvertrauen also da noch nicht nachreifen konnte.
00:21:26: Nachreifen in dem Zusammenhang bedeutet nichts anderes als eine Attiquate von mir gewünschte Verhaltensweise, die wenig energieaufwendig ist zeigen zu können und die gleichzeitig mein Erwachsen ich in der besten Weise zeigt.
00:21:46: Das bedeutet dass sich die Potenziale so schöpfen kann wie ich das möchte, dass ich mich so zeigen kann wie es mir gefällt, wie ich auftreten möchte, wie auch entsprechend anderen begegnen möchte.
00:22:02: was die Reifung behindert sind Kompensationen.
00:22:07: Also Ersatzhandlungen, die mir auch irgendwie helfen durch das Situation zu kommen alte Ersatzhandlungen eben dieses sich anpassen klein machen und soweit es in Ersatshandlungen oder eben als Reaktion auf den Effekt dass man dazu neigt sich klein zu machen in den Kampfmodus oder in den Distanzmodus übergeht Beide beziehen sich aber weiterhin auf den nicht nachgereiften Anteil, also die Verletzung des Nervensystems.
00:22:41: Also beide Verhaltensweisen wollen eigentlich nur eines bewirken dass ein gewisses Gefühl, ein gewisser Umstand eine gewisse Überzeugung über einen selbst nicht nach außen hin irrationale Annahme sichtbar wird.
00:22:59: Wenn also jetzt die andere Person sich in einer Art und Weise verhält, die für einen selber schwer lesbar und gleichzeitig aber sehr vertraut ist.
00:23:12: Haben wir die größte Chance hier rauszusteigen indem man eben eine Version eines Verhaltens einer Reaktion für sich selbst entwirft diese mit Emotion und sehr guter Vorstellung mal einige Male durchspielt, um sie dann in der Situation ausprobieren zu können.
00:23:42: Das wäre sozusagen ein Ansatz diesen Anteil in uns nachreifen zu lassen dieses Empfinden von Gefahr für weniger intensiv sein zu lassen, also weniger im Überlebensmodus sein zu müssen und dementsprechend dann mit der Zeit Vertrauen aufzubauen in diese entspanntere gelassene Haltung die man sich ja so wünscht.
00:24:12: Das ist jetzt im Zeitraffer ein bisschen erklärt wie eine Nachreifung stattfinden kann.
00:24:19: Die Kompensationsmuster, die uns als Schutz gedient haben haben gleichzeitig die Funktion des Schutzes vor neuer Verletzung und gleichzeitig schützen sie uns vor zu starker Expositionen.
00:24:33: Und soweit und sofort gibt es ja noch einige Themen, und diese Schutzmechanismen hindern uns daran tatsächlich ein anderes Verhalten auszuprobieren.
00:24:44: Das ist jetzt auch sehr vereinfacht gesagt.
00:24:47: ganz viel Bewusstheit, ganz viel verstehen der Unbewussten Muster liegt da natürlich dem ganzen zugrunde.
00:24:55: Das können wir jetzt hier nicht alles so beschreiben, aber ich will einfach nur den Mechanismus beschreiben.
00:25:01: Den Mechanismus alte Verhaltens- und Überzeugungsmuster zu durchleuchten?
00:25:09: Zu beleuchten ihr Nutzen zu verstehen und dann anzufangen anderen neuen viel passenderen Verhalten zur Arbeiten die neue Erfahrungen ermöglichen.
00:25:23: Erfahrungen haben das Zeug, zu einem neuen basalen Muster in unserem Gehirn zu werden und können somit als Ressource dienen für weitere zukünftige Erfahrungen.
00:25:35: Je häufiger ich eine Erfahrung mit einem inneren Erleben verknüpfen kann, desto mehr Verkoppelungen entstehen und wenn die positiv sind habe ich die Chance ins neue Situationen immerhin zu wählen.
00:25:53: Gehe ich in den alten Unreifenzustand oder gehe ich in der neuen vielleicht noch nicht ganz zu gefestigten, aber durchaus auch schon das ein- oder andere Mal ausprobierten Neuesverhalten hinein.
00:26:06: Ohne diese Entscheidungsmöglichkeit ist der Weg klar – wie gesagt, Und wir erleben uns immer wieder in diesen Wiederholungsschleifen.
00:26:20: Wir erleben es immer wieder, indem das andere Menschen in uns so viel Unsicherheit auslösen können dass wir viel zu viel Zeit mit ihnen statt mit unserem Leben zu verbringen.
00:26:34: und wer das kennt der weiß wie unterschiedlich die Facetten sein können die Situationen erlebt werden, in denen man sich einfach nicht so souverän und so klar abgegrenzt zeigen konnte – wie man das eigentlich möchte.
00:26:58: Wie man sich dann auch in anderen Situationen durchaus zeigen kann nur in diesen ganz speziellen Kontexten, die sehr, sehr unterschiedlich sein können eben nicht!
00:27:08: Und oftmals kommt eine Effekt hinzu nämlich dieser Überraschungsmoment dass man gar nicht damit gerechnet hat, man ziemlich unvorbereitet ist und man ganz schnell sich wiederfindet in diesen alten Kinderschuhen.
00:27:24: Die Verzweiflung die da mit einher geht, ist nichts unterschätzen!
00:27:30: Und auch der Vermeidungskarakter, der sich dann auch herausbildet.
00:27:35: Also Situationen, Möglichkeiten, Herausforderungen werden dann einfach gemieden.
00:27:43: für uns, um uns zu zeigen und uns zu entwickeln.
00:27:46: Um unser Potenzial auch zu schöpfen.
00:27:49: Genau diese Situationen werden dann vermieden.
00:27:54: Und ich glaube, ich muss nicht extra noch mal erwähnen wie schlecht man sich dann hinterher wieder fühlt?
00:27:59: Wie die inneren Dialoge mit Bewertung und Abwertung ablaufen?
00:28:04: Wie alte Stimmen in uns wieder wachwerden und uns entsprechend zeigen, wo wir stehen, wo nicht stehen und wo wir sein sollten.
00:28:12: Und uns aber gleichzeitig blockieren.
00:28:14: Ich glaube jeder der das schon mal erlebt hat oder der es als innere Struktur für sich wiedererkennt weiß wie stark das Gefühl der Verzweiflung da teilweise mit einhergeht.
00:28:29: also wenn du merkst dass andere Personen in bestimmten Kontexten dich stark verunsichern können Verhaltensweisen, Denkweisen in dir auslösen mit denen du eigentlich nicht einverstanden bist.
00:28:45: Dann wäre es günstig anzufangen daran zu arbeiten.
00:28:49: Denn zu sagen das bist Du und das ginge nicht anders oder das wäre nun mal so bei Dir Stimmt nicht.
00:28:58: Wie gesagt Es sind einfach alte Nicht nachgereifte Anteile von dir die in dem Moment aktiv werden.
00:29:06: nicht mehr aber auch nicht weniger.
00:29:09: Und eins kann ich dir sagen, die gehen nicht einfach weg.
00:29:14: Zu hoch ist der Schutzauftrag.
00:29:17: Anzufangen daran zu arbeiten, zu renner zu werden frei zu werden und gleichzeitig abgegrenzt... ...und in der Lage sein eigenes Potenzial dort zu schöpfen wo man das möchte.
00:29:32: Das wäre der Auftrag für uns alle!
00:29:36: Und das kannst du erreichen.
00:29:38: In diesem Sinne Ich hoffe, diese Folge hat dir in irgendeiner Form etwas nähergebracht aufgezeigt oder dich vielleicht auch ermutigt den Weg zu gehen anzufangen dranzuarbeiten.
00:29:53: Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und freue mich wenn du dich vielleicht bei mir meldest!
00:29:59: Alles Gute dein Regina.
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